Jahresbericht der IAV-Stelle
- Die steigende Zahl der Beratungen prägte das vergangene Jahr
Die Leiterin der IAV-Stelle, Frau Andrea Schmidt, berichtete, dass die Anzahl der Beratungen im vergangenen Jahr stark angestiegen ist. Waren es 2008 noch insgesamt 1338 Kontakte (Telefon, Sprechstunde und Besuche) zu Klienten in den Gemeinden Schönaich, Steinenbronn und Waldenbuch so erhöhte sich die Zahl 2009 auf 2193.
Es gehe dabei insbesondere darum, individuell passende Lösungen für die Ratsuchenden zu finden. Es wenden sich i.d.R. von einem akuten Notfall betroffene Personen und Angehörige, aber Personen, die sich hinsichtlich der Vorsorge Gedanken machen, an Frau Schmidt.
Insgesamt bewertete Frau Schmidt das Angebot für Pflegebedürftige in Schönaich positiv. Es sei nicht schwer, Langzeitpflegeplätze zu finden. Schwierig sei die Suche nach Tagespflegeplätzen. Insgesamt werde der Betreuungsbedarf voraussichtlich aufgrund der demografischen Entwicklung eher weiter steigen.
Neben ihrer Beratungsarbeit leitet und begleitet Frau Schmidt auch diverse Gruppen wie die Hospizgruppe, den ehrenamtlichen Besuchsdienst, den häuslichen Betreuungsdienst, nimmt an diversen überörtlichen Schulungen und Treffen teil, bietet Fortbildungen für bestehende Gruppen an, organisiert den Dankabend, den Gesprächskreis und das Sommerfest für pflegende Familienangehörige und anderes mehr. 40 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind in den Gruppen, die Frau Schmidt betreut, tätig. Aufgrund des stetig steigenden Bedarfs freut sich Frau Schmidt über jeden „Neuzugang“ bei den Ehrenamtlichen.
Aufgrund der zahlreichen Aufgaben der IAV-Stelle, wurde der Beschäftigungsumfang von Frau Schmidt zum 01.01.2010 von 50 % auf 62 % erhöht.
Jahresbericht der Seniorenbegegnungsstätte
- eine Einrichtung, die von den Senioren sehr gut angenommen wird
Die Seniorenbegegnungsstätte boomt – so begann Frau Sautter-Nosal, die Leiterin der Seniorenbegegnungsstätte ihren Jahresbericht. Die vielfältigen Aktivitäten und Angebote seien jedoch nur aufgrund des Engagements der 35 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer möglich, die teilweise seit mehr als 20 Jahren dabei sind.
Die finanzielle Ausstattung der Einrichtung sei gut, obwohl der jährliche Zuschuss der Gemeinde bei lediglich 500,00 € liegt. Alles andere werde durch die Teilnahme an Flohmärkten, Veranstaltung von Bazaren und Festen .... finanziert.
Man habe sehr viele regelmäßige Angebote in der Seniorenbegegnungsstätte. Dazu gehören die Seniorentanzgruppe, die Osteoporosegymnastik, 2 Kegelgruppen, zahlreiche Vorträge über aktuelle Themen, Vogelstimmenwanderungen, das Internetcafé (das derzeit mehr als 10 Kurse anbietet), Bingo-Nachmittage, das Sonntagscafé, Kartenspielnachmittage, die Veeh-Harfen-Gruppe und vieles mehr.
Des weiteren habe man 2009 wieder viele Ausfahrten gemacht, die auch Personen, die sonst nicht verreisen würden, einen „Tapetenwechsel“ ermöglichen.
Auch mit anderen Einrichtungen am Ort pflege man eine gute Zusammenarbeit. So habe man 2009 erstmals verschiedene Angebote gemeinsam mit der Mediothek gemacht. Auch zusammen mit dem Haus Laurentius organisiere man mehrere Veranstaltungen, wie z.B. das Sommerfest, die Krippenausstellung, den Christkindlmarkt und den Mittagstisch für Senioren.
Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr
- eine gute Ausbildung und Ausstattung ist die Grundlage für eine ausgezeichnete Arbeit unserer Feuerwehr
Anlass zur Freude hatte Thomas Rebmann, der Kommandant der Schönaicher Feuerwehr, weil die Zahl der aktiven Feuerwehrleute um 3 auf 55 Mitglieder erhöht werden konnte. Dazu kommen 13 Kameraden der Altersabteilung sowie 20 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Die positive Entwicklung bei den Aktiven führte der Feuerwehrkommandant auf die erfolgreiche Jugendarbeit zurück. Eine gute Jugendarbeit ist für ihn eine wesentliche Grundlage, um altersbedingt in die Altersabteilung ausscheidende Mitglieder zu ersetzen.
Insgesamt leistete die Feuerwehr 2009 über 10.000 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit, darin enthalten sind Dienste, Vorbereitung der Dienste, Sicherheitswachdienste, Fahrzeugpflege, Unterhalt der Geräte, Weiterbildung/Lehrgänge, Tätigkeiten als Ausbilder bei Lehrgängen, Ausschuss-Arbeit, Brandschutzerziehung, Öffentlichkeitsarbeit, Arbeit auf Kreisebene, Jugendarbeit, Beitrag zum kulturellen Leben und anders mehr.
Auch im vergangenen Jahr lag auf dem Besuch von Lehrgängen und Weiterbildungen wieder ein besonderer Schwerpunkt. Nur gut ausgebildete Feuerwehrmitglieder können eine qualifizierte Arbeit leisten.
Zu insgesamt 36 Einsätzen (3 mehr als im Vorjahr), darunter 20 Feueralarme, wurde die Feuerwehr gerufen. Allein hierfür wurden rd. 760 Stunden geleistet. Zur Überlandhilfe in den umliegenden Gemeinden wurden die Schönaicher 9mal gerufen. 4mal mussten die Schönaicher die Überlandhilfe der Nachbargemeinden in Anspruch nehmen. Die interkommunale Zusammenarbeit wird bei der Feuerwehr generell groß geschrieben.
Ganz besonders war die Feuerwehr bei 3 Großeinsätzen im vergangenen Jahr gefordert: Im Januar 2009 bei einem Brand in der Tiefgarage in der Mozartstraße hatte man das Feuer schnell gefunden und gelöscht. Ebenfalls im Januar war man im Zuge der Überlandhilfe in Waldenbuch im Einsatz. Ein Wohnhaus inmitten der Altstadt stand in Flammen. Im September konnte dann noch ein Brand im Hasenbühl mit Unterstützung der Nachbarwehren erfolgreich bekämpft werden.
Die Feuerwehr ist – so Herr Rebmann – auf einem guten Stand. Man sei gut gerüstet und ausgebildet, um das Einsatzspektrum abzudecken. Freilich gehe die Finanzkrise der Gemeinde Schönaich auch nicht spurlos an der Feuerwehr vorbei. Man habe sich daher aus eigenem Antrieb bereits früh mit vertretbaren Einsparvorschlägen an die Verwaltung gewandt. So haben z.B. zwei Feuerwehrmitglieder einen Teil ihres Urlaubs geopfert, um die Fahrzeugpflege vorzunehmen, die man sonst an eine teure Fachfirma hätte vergeben müssen.
Erfreulich sei, dass man Anfang vergangenen Jahres den dringend notwendigen MTW 2 beschaffen konnte. Auch hier sei die Feuerwehr bei der Beschaffung sehr kostenbewusst gewesen. Nachdem die Jugendfeuerwehr im vergangenen Jahr in ihre neuen Räume im Nachbarhaus einziehen konnte, habe man nun auch einen angemessenen Platz für die Jugendarbeit.
Mit einem kurzen Ausblick in die Zukunft beendete Herr Rebmann seine Ausführungen.
Jahresbericht der Kunst- und Werkschule
- zahlreiche interessante und qualifizierte Angebote insbesondere für Kinder und Jugendliche
Im zweiten Semester 2009 wurden – so berichtete die Leiterin der Kunst- und Werkschule Frau Steindl – die Gebühren aufgrund der Kürzung des Zuschusses, zu dem die Gemeinde gezwungen war, um 10 % erhöht. Trotzdem hat sich erfreulicherweise die Zahl der Unterrichtseinheiten von 1770 im Jahr 2008 auf 1777 im Jahr 2009 erhöht.
Neben den Kursangeboten sind die Ferienbetreuungsangebote und die diversen Projekte (wie Kindergeburtstage, Schüler in der Ausstellung, Tag der offenen Tür, Kooperationen mit der Mediothek, Mitwirkung beim Entengassenfest und bei der Tischmesse und anderes mehr) fest im Programm etabliert und werden rege nachgefragt. Auch an der verlängerten Betreuung in der Grund- und Förderschule beteiligt sich die Kunst- und Werkschule Mittwochs und Donnerstags jeweils von 12.00 bis 14.00 Uhr. Darüber hinaus wurden im Rahmen des Projekts „soziales Engagement“ 11 Schüler/innen der Haupt- und Realschule betreut. Diese und andere Aktivitäten zeugen vom Engagement, mit dem die Kunst- und Werkschule geführt wird.
Der neu gegründete Fonds „Freunde der Kunst- und Werkschule“ hat die Arbeit der Kunst- und Werkschule im vergangenen Jahr mit 950,00 € unterstützt.
Insgesamt bietet die Kunst- und Werkschule ein vielfältiges Programm für die Schönaicher Kinder und Jugendlichen. Auch das Angebot für Erwachsene wird Zug um Zug ausgebaut.
Bürgermeister Heizmann und die Ausschussmitglieder waren sich darin einig, dass in allen Einrichtungen, die ihre Arbeit in der Sitzung vorgestellt haben, eine ausgezeichnete und sehr wertvolle Arbeit für unsere Bevölkerung geleistet wird. Dabei wurde insbesondere auch das große ehrenamtliche Engagement, ohne das vieles in unserer Gemeinde nicht möglich wäre, anerkannt und gelobt.