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Schönaich im TV

ZDFzeit zeigt eine neue History Media Dokumentation:
„Wir bauen auf! Privatfilme aus der Nachkriegszeit“
 
Wie finden Menschen aus einer katastrophalen Krise? Die Deutschen haben es schon
einmal geschafft. 75 Jahre nach Kriegsende erinnert die Dokumentation „Wir bauen
auf!“ an die beeindruckende Wiederaufbauleistung in der Nachkriegszeit. Es sind
persönliche Geschichten, erzählt mit privatem Filmmaterial.
 
60 bis 70 Millionen Tote, über 12 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene im besetzten
Deutschland, unzählige traumatisierte Kriegsheimkehrer, viele von ihnen versehrt,
zerbombte Städte, auseinandergerissene Familien – die Bilanz des Zweiten Weltkriegs ist
verheerend. Wie finden Menschen in dieser Situation neuen Mut? Woher nehmen Sie die
Kraft, einfach weiterzumachen?
 
Nach dem Erfolg der Dokumentationen "Wir im Krieg" und "Deutschland von oben 1945"
recherchierte der Wiesbadener Historiker Jörg Müllner erneut in Stadtarchiven,
Landesbildstellen und privaten Sammlungen nach Filmschätzen, die in der unmittelbaren
Nachkriegszeit entstanden sind. Er findet sie in Schönaich, Bad Reichenhall, Stuttgart,
Hamburg, Krefeld, Jena, Frankfurt am Main und Dresden. Und er findet die Menschen, die
auf diesen Bildern sehen sind. Damals waren sie Kinder, junge Frauen oder begeisterte
Hobbyfilmer. Heute sind sie Zeitzeugen eines großen gesellschaftlichen Umbruchs. Ihre
persönlichen Erinnerungen machen deutsche Zeitgeschichte emotional erfahrbar. Das in
der Dokumentation verwendete Archivmaterial ist zu großen Teilen bisher
unveröffentlicht.
 
Der Film zeigt Alltagsgeschichten aus dem Wiederaufbau, thematisiert in bewegenden
Bildern das Schicksal von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen, erzählt die Geschichte
von Frauen, die nach dem Krieg in der Abwesenheit von Männern ihre Chance genutzt
haben und dokumentiert das Trümmerschippen als Mammutaufgabe vieler Familien. Die
Bilder führen nach Dresden und Jena, wo Amateurfilmer vor besonderen
Herausforderungen standen. Sie zeigen Menschen, an denen der Krieg scheinbar spurlos
vorübergegangen ist und andere, die nach schweren Schicksalsschlägen neues Glück
fanden.
 
Johann Brücker hat es als Erfinder des Trockenrasierers in den USA zu Wohlstand
gebracht. Nach dem Krieg reist der gebürtige Donauschwabe ins zerstörte Deutschland
und macht sich auf die Suche nach seinem Bruder Peter. Er findet ihn in Schönaich bei
Böblingen. Erschüttert über die Lebensumstände der Heimatvertriebenen baut er im Ort
zwei Mehrfamilienhäuser und ermöglicht seiner weitläufig verstreuten Verwandtschaft
einen Neuanfang. Im Film spricht Brueckers Großneffe Hans Rometsch darüber, wie er
diese dramatische Zeit erlebt hat.
 
Zu Wort kommen auch die Historikerin Prof. Ute Frevert vom Max-Planck-Institut für
Bildungsforschung in Berlin, die zum Fachbereich "Geschichte der Gefühle" forscht,
Filmwissenschaftler Dr. Peter Stettner vom Filminstitut Hannover sowie Sozialpsychologe
Prof. Harald Welzer, der sich mit dem gesellschaftspolitischen Klima der Nachkriegszeit
befasst.
 
Wie die vorangegangenen Dokumentationen basiert „Wir bauen auf!“ überwiegend auf
privatem Filmmaterial. Es sind Bilder, die von Amateurfilmern in der zweiten Hälfte der
1940er Jahre und in den 50er Jahren gedreht wurden. Als historische Dokumente geben sie
einen authentischen Einblick in die Lebenswelten von Menschen nach dem Krieg und
zeichnen das Bild einer Gesellschaft, die den Neustart wagt. 
 
 
WIR BAUEN AUF! Privatfilme aus der Nachkriegszeit ist am 1. Dezember 2020 um 20:15 Uhr im ZDF zu sehen.
 
Ein ZDF-Pressespecial finden Sie unter diesem Link: 
https://presseportal.zdf.de/pm/wir-bauen-auf-privatfilme-aus-der-nachkriegszeit/

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