Gemeinde Schönaich

Seitenbereiche

Navigation

Volltextsuche

Seiteninhalt

Grillen und Gartenparty - "wie viel" ist erlaubt?

   
                                                                      
„Was des einen Freud, ist des anderen Leid“. Dieses Sprichwort passt zum Sommerthema „Grillen“. Was darf man seinen Nachbarn zumuten und was nicht?

Grundsätzlich gilt, dass das Grillen im Freien zulässig ist, sofern es nur gelegentlich und zeitlich eingeschränkt betrieben wird. Die Nachbarn dürfen dadurch nicht oder nur unwesentlich beeinträchtigt werden. Rauch und Geruchsbelästigungen sind auch ein Mindestmaß zu beschränken. Dies kann gewährleistet werden, indem Sie mit Ihrem Grill Abstand zu den Nachbargrundstücken halten; legen Sie das Grillgut erst auf den Rost, wenn die Kohle gut durchgeglüht ist, damit starke Rauchentwicklung vermieden wird. Sorgen Sie z.B. durch Grillen mit Auffangschalen dafür, dass Fett nicht in die Glut tropfen kann.

Weitere Sicherheitsvorkehrungen!

Lassen Sie Kinder beim Grillen nie unbeaufsichtigt; niemals mit Brennspiritus oder Benzin auf bereits glühende Holzkohle gießen; Holzkohle nur mit geeigneten Zündhilfen in Brand setzen!
                                                                                                               
Rücksichtnahme und Toleranz statt Nachbarstreitigkeiten           

Mit Sicherheit sind dem Grillen auf dem Balkon engere Grenzen gesetzt, als dem Grillen im kleinen oder großen Garten. Klare gesetzliche Grundlagen gibt es allerdings zum Grillen nicht. Rückschlüsse können nur aus der Rechtssprechung gezogen werden.

Selbstverständlich sollte jedoch sein, dass Rücksicht auf die Nachbarn genommen wird. Doch Rücksichtnahme ist keine Einbahnstraße. Diese bedeutet, anderen ihre Freiheiten zu lassen und anderen die „Freiheit“ zu geben, nicht den ganzen Sommer über die „Düfte“ des Grillens in der Nase akzeptieren zu müssen.

Die Erfahrung zeigt, dass meistens mit Gästen gegrillt wird. Was ist dann? Neben Qualm und mehr oder minder angenehmen Düften schallt heiteres Gelächter – oft bis tief in die Nacht – in die Nachbargärten und je nach Zeit bis ins Schlafzimmer. Womöglich auch noch Musik!?
                                                                                                              
Bitte Nachtruhe einhalten!                                                                        

Gegen gelegentliche Feiern – auch im Freien – ist sicher nichts einzuwenden. Auch hier gilt – wie immer – das Gebot der Rücksichtnahme. Da aber jeder von uns mal Gäste hat oder hatte, sollte man hier ruhig mal ein Auge zudrücken. Teilen Sie Ihren Nachbarn möglichst rechtzeitig die bevorstehende Feier mit oder laden Sie die Anwohner gleich mit ein! So kann schon viel Ärger vermieden werden.

Immer zu beachten ist jedoch, dass es nach 22.00 Uhr deutlich ruhiger werden muss!

Denn ab 22.00 Uhr beginnt die allgemeine Nachtruhe. Machen Sie aus Rücksicht auf Ihre Nachbarn spätestens jetzt die Musik aus und sorgen dafür, dass der Lärmpegel deutlich gesenkt wird.

Bitte beachten Sie, dass Nachbarschaftsstreitigkeiten fast ausschließlich in den Bereich des Privatrechts fallen. Die Gemeinde ist jedoch ausschließlich für das öffentliche Recht zuständig und kann daher in der Regel nicht eingreifen. Im schlimmsten Fall muss ein Rechtsanwalt eingeschaltet und das (vermeintliche) Recht auf dem Klageweg erstritten werden.

Ihre Gemeindeverwaltung

Weitere Informationen

Kontakt

Bürgermeisteramt Schönaich
Bühlstraße 10
71101 Schönaich
Fon: 07031 639-0
Fax: 07031 639-99
E-Mail schreiben