Gemeinde Schönaich

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Waldkindergarten

Der Träger des Waldkindergartens ist die Gemeinde Schönaich. Unsere Schutzhütte (siehe Plan) liegt am westlichen Ortsrand in der Nachbarschaft vom Kleintierzuchtverein Schönaich. Um unsere Schutzhütte herum befinden sich Wiesen, Felder, Höfe und selbstverständlich auch die Wälder, die von den Kindern entdeckt und erforscht werden.

Öffnungszeiten:  
Montag bis Freitag           7:30Uhr - 14:00 Uhr

Bringzeit an der Schutzhütte   7:30Uhr -   8:30Uhr

Abholzeit an der Schutzhütte  13:00Uhr - 14:00Uhr 

Schließzeiten:
Der Waldkindergarten hat 22 Schließtage, einen pädagogischen Tag und einen Tag für einen Betriebsausflug, an denen die Einrichtung geschlossen bleibt. Alle Schließtage werden rechtzeitig zu Beginn des Kindergartenjahres bekanntgegeben.

Gebühren: siehe Elternbeitrag

Anzahl der Gruppen und der Betreuungsplätze:
Der Waldkindergarten Schönaich ist eine zweigruppige Einrichtung, mit insgesamt 40 Kindern. Die Kinder sind altersgemischt in zwei Stammgruppen mit max. 20 Kindern aufgeteilt. Jede Stammgruppe hat ihre Bezugserzieher/innen und einen Schutzraum in der Hütte.

Alter der Kinder:

3 Jahre bis zum Schuleintritt

 

Anmeldeverfahren:

Im Frühjahr finden in allen Kindertageseinrichtungen der Gemeinde Schönaich Informationsnachmittage statt. Die dafür vorgesehenen Termine werden im Mitteilungsblatt veröffentlicht. Die Eltern bekommen die Möglichkeit, einen Einblick in die pädagogische Arbeit der Einrichtungen zu gewinnen. Danach folgt die Anmeldung im Rathaus. Vor der geplanten Aufnahme der Kinder in den Waldkindergarten nimmt die Einrichtung Kontakt zu den Eltern auf. Es wird ein Schnuppertag vereinbart, der den Eltern und den zukünftigen Waldkindern einen Einblick in den Alltag ermöglicht. Im Anschluss findet dann das Aufnahmegespräch statt. Die Eingewöhnung der Kinder beginnt mit dem Tag der geplanten Aufnahme.

 

Eingewöhnung:

Wie der Name Eingewöhnung schon sagt, geht es darum das Kind bestmöglich in den Kindergarten einzugewöhnen und Beziehungen aufzubauen. Die Eingewöhnung richtet sich nach den Bedürfnissen des Kindes und der Eltern. In der Regel wird das Kind in den ersten Tagen von einer Bezugsperson (meist ein Elternteil) in den Wald begleitet. Sie begleitet das Kind als „sichere Basis“ durch den Tag und unterstützt die Kontaktaufnahme zu den Erzieher/innen und den anderen Kindern.

Die Bezugsperson sollte für das Kind da sein, wenn es diese benötigt. Ansonsten sollte sie sich eher im Hintergrund halten, sodass die Bezugserzieher/in die Möglichkeit hat eine positive Beziehung zu dem Kind aufzubauen. Wichtig ist, dass die Kinder während der Eingewöhnung die Abläufe im Wald kennen lernen (z. B. den Weg in den Wald, das Hände waschen, das Vespern, die Toilettenplätze und vieles mehr).

In enger Absprache mit der Bezugserzieher/in erfolgt nach einiger Zeit eine erste Trennung. Wann diese stattfindet und in welchem Rahmen wird von den Eltern und der Erzieher/in vor Ort besprochen, denn diese fällt häufig sehr unterschiedlich aus. Die Trennungen von der Bezugsperson und dem Kind werden in der Regel immer weiter ausgebaut, sodass eine schrittweise Eingewöhnung des Kindes stattfindet. Für die Bezugspersonen gilt es, in der Eingewöhnungszeit stets telefonisch erreichbar und auf Abruf bereit zu sein, eventuell frühzeitig in den Wald/zur Schutzhütte etc. zurückzukommen. Sobald sich das Kind voll und ganz auf seine Bezugserzieher/in einlässt und langsam den Kontakt auch zu den anderen Erzieher/innen aufbaut, gilt die Eingewöhnung in den Kindergarten als erfolgreich. Nach der Eingewöhnungszeit ist für das Kind ein selbständiger Besuch des Kindergartens möglich.

Mit dieser behutsamen Gestaltung der Anfangszeit in Verbindung mit dem Aufenthalt in freier Natur gelingt es dem Kind, Vertrauen in die neue Situation und uns aufzubauen.

Krankheitsfall:
Kinder, die an ansteckenden Krankheiten leiden oder bei denen der Verdacht auf eine ansteckende Krankheit besteht, dürfen den Waldkindergarten erst wieder besuchen oder an Veranstaltungen des Waldkindergartens teilnehmen, wenn nach dem Befund des behandelnden Arztes oder des Gesundheitsamtes eine Weiterverbreitung der Krankheit durch sie nicht mehr zu befürchten ist.
Über eine ansteckende Krankheit des Kindes oder der Familienmitglieder muss die Hausleitung des Waldkindergartens sofort unterrichtet werden.

Sicherheit:
Generell muss betont werden, dass die Vorteile eines täglichen Naturaufenthaltes die Risiken bei weitem überwiegen. Eine Liste mit Gefahrenpotentialen in Haus und Stadt ist um einiges länger als die in Wald und Garten. Auf die besonderen Gefahren und Risiken wie Zecken (Borreliose, FSME), Fuchsbandwurm, Tollwut, Unfallrisiken usw. werden die Eltern besonders hingewiesen. Besondere Impfungen wie Tetanus oder FSME werden empfohlen, sind aber nicht verpflichtend. Es gibt Sicherheitsregeln für die Erzieher/innen, die jährlich besprochen und weiterentwickelt werden. Regelmäßig werden die häufig aufgesuchten Gebiete nach auffälligen Sicherheitsmängeln von Fachleuten untersucht.

Hygiene:
Die Hütte ist mit einer Toilette ausgestattet, welche regelmäßig gereinigt wird. Sind die Kinder im Wald unterwegs, gibt es ausgewiesene Stellen um die Notdurft zu verrichten. Nach jedem Toilettengang und vor dem Essen werden die Hände gründlich mit Lavaerde und Frischwasser gereinigt. Für den Waldkindergarten gelten die für jede Einrichtung üblichen Vorschriften, welche der regelmäßigen Kontrolle der entsprechenden Ämter unterliegen.

Tagesablauf:

7:30 – 8:30 Uhr       Bringzeit für die Kinder an der Schutzhütte. Die Erzieher/innen empfangen und begrüßen die Kinder an der Schutzhütte
Bis zum Morgenkreis wird täglich gruppenübergreifend gearbeitet. Je nach Wetter und Bedürfnissen der Kinder wird diese Zeit mit Lesen, Spielen, Malen, Matschen etc. in der Hütte oder im Garten verbracht.

8:30 Uhr                    Die Kinder finden sich in ihren Stammgruppen zur Morgenrunde mit Liedern und zum Austausch zusammen. Nach der Morgenrunde brechen wir gemeinsam in den Wald auf.
Auf dem Weg: Haltepunkte zum Sammeln der Gruppe, bevor wir den Wald betreten, wird der Wald mit dem Ritual der „Waldbegrüßung“ begrüßt.

ca. 10:00 Uhr           Gemeinsames Vesper: Nach dem Ankommen im Wald legen sich die Kinder ihre Sitzmatten zurecht. Nach dem Hände-waschen und einem Vesperspruch beginnt das gemeinsame Essen. Nach dem Essen packen die Kinder die Rücksäcke ein und räumen sie auf. Freispielzeit (den Bedürfnissen der Kinder angepasst, mit themenbezogenen Angeboten, Bewegungsspielen,…)

12:00 Uhr                 Gemeinsames Aufräumen und Waldverabschiedung am Waldplatz. Rückweg zur Schutzhütte.

13:00 Uhr                 Abschlussrunde am letzten Haltepunkt vor der Schutzhütte, mit Abschlusslied. Nach dem Ankommen an der Schutzhütte werden die ersten Kinder abgeholt. Kinder, die noch nicht abgeholt werden, dürfen ins gruppenübergreifende Freispiel auf dem Gelände oder die Zeit für ein zweites Vesper nutzen. Die Erzieher/innen übergeben die Kinder an die Eltern am Standort der Schutzhütte.

14:00 Uhr                 Ende der Betreuungszeit

Tagesablauf und Gruppengeschehen werden den Themen und den Bedürfnissen der Kinder angepasst und dementsprechend in den Tagesablauf integriert. Bei besonderen Anlässen, wie z. B. Geburtstag, Ausflüge oder extremer Witterung, wird der Tagesablauf entsprechend angepasst.

Konzeption des Waldkindergartens:

Die pädagogische Konzeption des Waldkindergartens kann auf Anfrage bei der Hausleitung zur Verfügung gestellt werden.

 

Pädagogisches Konzept: Inhalte/Schwerpunkte

 

Im Waldkindergarten spielt die Gruppe eine besondere Rolle, der Alltag wird gemeinsam gestaltet und jedes Kind übernimmt Aufgaben und Verantwortung für die Gemeinschaft. Regeln werden miteinander ausgehandelt und besprochen. Der gemeinsame Tag beginnt mit einem Morgenkreis. Danach auf dem Weg wird immer wieder gewartet, bis alle Kinder am Haltepunkt angekommen sind. Für die Waldbegrüßung und wenn auf dem Weg Regeln noch einmal besprochen werden müssen, wird die Gruppe mit einem Kreislied zusammengerufen. Das Vesper wird gemeinsam eingenommen.


Die Kinder können im Umgang mit Jüngeren Einfühlungsvermögen, soziale Kompetenzen und Selbstbewusstsein entwickeln. Im Umgang mit Älteren stärken sie sich geistig, sprachlich und emotional. Die besondere Rolle der Gemeinschaft ergibt sich auch aus den Lebensregeln nach Freinet. Die Lebensregeln sind auch die Basis für den lebenspraktischen Ansatz, an dem sich der pädagogische Alltag, Angebote und Projektarbeit orientieren. Wir legen Wert darauf, mit den Kindern auch altershomogene, gruppenübergreifende Angebote zu machen.

 

Wege zur Naturverbundenheit

Die Kinder sollen als Erwachsene von morgen, nicht nur Freude an der Natur haben, sondern auch wissen, was um sie herum fliegt, blüht und kriecht. Nur wer die Natur kennt und schätzen gelernt hat, wird die Umwelt schützen. Wir wollen die Kinder auf die Spur der Natur bringen, sie als Mentoren und Mitlernende auf ihre Forschungsreise in den Naturraum begleiten. Der Naturraum an sich fördert bereits eine differenzierte Wahrnehmung, Fantasie und Kommunikation.

 

Uns liegt die Umwelt sehr am Herzen und diese Haltung vermitteln wir auch den Kindern. Auf unseren Wegen haben wir deshalb Müllsäcke dabei und sammeln unnötige Verschmutzungen auf, die der Natur und ihren Bewohnern schaden können.

Auch während des Explorierens der Kinder achten wir auf die Natur und Umwelt und ihre Nachhaltigkeit. Tiere werden mit Achtung begutachtet, „untersucht“ und stets wieder frei gelassen. Auch die Pflanzen werden nicht unnötig gepflückt oder beschädigt.

 

Freispiel

Einen wichtigen Stellenwert im Kindergartenalltag nimmt das Freispiel ein. Dem Kind viel Raum für seine Eigeninitiative zu geben und ihm viel zuzutrauen, sind zwei wesentliche Grundsätze unseres pädagogischen Handelns. Das selbstgewählte Spiel, ist das Erobern von Wissen über sich selbst, die anderen und die Umwelt. Im Freispiel können Kinder forschen, neue Rollen erproben, kreativ werden, Kommunikationsfähigkeit und soziales Handeln üben. Im sogenannten „begleiteten Freispiel“ genießen die Kinder das aufmerksame Zuschauen der Erzieher/innen, das zeitweilige Mitspielen und die Hilfestellungen und Anregungen, die die Kinder von uns erhalten. Das Freispiel bietet die Möglichkeit, durch genaues Beobachten die Lebens- bzw. Bildungsthemen der Kinder herauszufinden. Die daraus resultierenden Bildungssituationen können auf diese Weise gezielt die persönliche Entwicklung jedes einzelnen Kindes unterstützen und fördern.


Viele Möglichkeiten und Angebote stehen den Kindern dabei zur Verfügung:

         bewegen, hüpfen, klettern, toben, tanzen

         forschen, untersuchen, entdecken, zählen, sammeln

         buddeln, matschen, bauen, werken, gestalten

         kreative Ideen mit Naturmaterial, basteln

         ausruhen, entspannt in der Hängematte liegen, lauschen, raten, rufen

         singen, philosophieren, diskutieren

         Rollenspiele

 

Beim Werken und Gestalten stehen den Kindern viele Werkzeuge zur Verfügung, ebenso wie Bastelmaterialien oder auch Schnüre, Seile und natürlich alles was in der Natur zu finden ist.

 

Partizipation

Kinder in unserem Waldkindergarten dürfen Ideen entwickeln und Wünsche äußern, mitbestimmen und abstimmen, mitreden und mitgestalten, teilhaben und teilnehmen, sich einmischen und mitmischen, ihre Meinung äußern und für ihre Ideen werben, Demokratie üben und erleben kurz: Bei der Gestaltung des Miteinanders sind die Kinder aktiv beteiligt. Für das Team heißt das: Wir nehmen die Kinder ernst, trauen ihnen etwas zu, nehmen Rücksicht auf Ängste, Gefühle und Interessen. Wir begegnen ihnen mit Achtung, Wertschätzung und Respekt. Wir lernen und lehren Entscheidungen zu treffen, eigene Interessen zu vertreten, Kompromisse einzugehen, zu erarbeiten und zu diskutieren. Ein Forum der Partizipation ist das regelmäßige Kinderteam.

 

Ausflüge
Wir legen großen Wert darauf die Experten in die Lernangebote mit einzubeziehen. Auf diese Weise lernen die Kinder das reale Leben kennen. Öffentliche Einrichtungen, Schulen, Museen, Theater, Wald, Handwerker und vieles mehr gehören regelmäßig zum Programm unserer Einrichtung. Unterschiedliche Veranstaltungen werden zum Anlass genommen, um am öffentlichen Leben teilzunehmen und den Kindern zahlreiche und für die spätere Entwicklung des Kindes wichtigen Erfahrungen zu ermöglichen.

 

Projektarbeit
Die durchgeführten Projekte gehen von einem bestimmten Thema, einer Idee, einer konkreten Situation aus und können sich über einen längeren Zeitraum erstrecken. Die Themenstellung ergibt sich aus dem unmittelbaren Alltag der Kinder und der Verlauf der Beschäftigungen wird mit unserer Begleitung von den Kindern bestimmt. Die Planung ist sehr flexibel und den aktuellen Bedürfnissen und Vorstellungen der Kinder angepasst.

 

 

Kooperation 

Wir stehen in enger Zusammenarbeit mit anderen Kindergärten und Waldkindergärten, der Grundschule, dem Forstamt, den Jägern, dem Bauernhof, dem Kleintierzuchtverein und dem Haus des Waldes. Ebenso zählen zu unseren Kooperationspartnern die Mitarbeiter des Rathauses und des Bauhofes, die Mediothek Schönaich, die Frühförderstelle, das Sozialamt, das SPZ, sowie der heilpädagogische Dienst Böblingen.

 

Elternarbeit 

Der regelmäßige Austausch ist ein bedeutender Baustein in der sich ergänzenden Bildungs- und  Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Die Zufriedenheit mit unserer Arbeit und die Bedürfnisse der Eltern werden im Aufnahmegespräch, in täglichen Tür- und Angelgesprächen, Entwicklungsgesprächen etc. erfasst. Sie dienen uns als Evaluations- und Entwicklungsgrundlage unserer Arbeit. Selbstverständlich sind die Gesprächsinhalte vertraulich. Alle Elterngespräche werden von uns reflektiert und dokumentiert. Die Eltern erhalten alle Unterlagen der Gespräche am Ende der Kindergartenzeit.

Wir wünschen uns engagierte und aktive Eltern, die sich ganz bewusst für das besondere Konzept unseres Waldkindergartens entscheiden. Schon vor der Aufnahme des Kindes in die Einrichtung besteht die Möglichkeit an einem „Schnuppertag“ das Team, unsere Waldplätze, die Schutzhütte und das Betreuungskonzept kennen zu lernen. Eine vertrauensvolle und intensive Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischem Team ist eine wichtige Voraussetzung, um den individuellen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden. Unser Ziel ist es, mit den Eltern eine Bildungs- und Erziehungspartnerschaft einzugehen, um die Entwicklung der Kinder in allen Bereichen bestmöglich zu fördern und zu unterstützen. Wir als Waldkindergartenteam möchten eine Basis des Vertrauens zu den Eltern schaffen, von der die Kinder für ihre Entwicklung profitieren. Damit Erziehungspartnerschaft gelingen kann ist eine Zusammenarbeit aller Beteiligten (Kind, Eltern, Team), Begegnung auf Augenhöhe, gegenseitige Wertschätzung, kontinuierliche Gesprächsbereitschaft und Transparenz der täglichen pädagogischen Arbeit Voraussetzung. Darum laden wir die Eltern ein, ein fester Bestandteil in unserem Waldkindergarten zu sein, Verantwortung zu übernehmen, Gemeinschaft mit zu erleben, Ideen, Wünsche, Vorschläge und Ressourcen einzubringen sowie Kritik konstruktiv mitzuteilen.

Weitere Informationen

Kontakt Waldkindergarten Schönaich

Hausleitung: Janina Bögershausen
Postanschrift:
Bühlstr. 10
71101 Schönaich

015904042238 oder 015780624078
E-Mail schreiben